Notfallordner – plötzliche Konfrontation mit dem Tod

Gemeinsam mit Ute Elbers, Diakonin u. Mediatorin, und Marita Olding, Trauerbegleiterin, von den verwaisten Eltern des Osnabrücker Nordland, erarbeiteten wir, das Team der KiTa St. Hildegard, einen Notfallordner.
„Wenn es brennt – wissen alle was zu tun ist!“. Dieser Satz ist auf dem Ordner zu lesen. Der Notfallordner soll „Sicherheit, Klarheit, Struktur und Handlungsfähigkeit bei einer plötzlichen Konfrontation mit dem Tod“ geben. Dieser Leitfaden kann genutzt werden, wenn es zu einem Trauerfall eines Kindes der Einrichtung, eines Elternteils, eines Angehörigen, eines Mitarbeiters/ einer Mitarbeiterin kommen sollte. Die inhaltlichen Elemente können aber auch bei dem Verlust eines Haustieres sowie bei der Trennung eines Freundes hilfreich sein.
Bei der ersten Einheit, die wir bearbeiteten, handelte es sich um die verschiedenen Trauerphasen sowie dem Todesverständnis von Kindern. Außerdem wurden bereits einige Ideen und Erfahrungen geäußert, wie die Kinder eine Trauerfeier mitgestalten könnten oder welche Raumangebote für die trauernden Kinder, Mitarbeiter*innen sowie Eltern angeboten werden könnten.
In der zweiten Einheit füllten wir den Notfallordner, der in 12 Schwerpunkte unterteilt ist, inhaltlich. Unter anderem befinden sich Elternbriefe, Ideen für Elternabende, eine Bilderbuchliste sowie viele Anregungen und vorbereitete Angebote in diesem Ordner.

In den letzten Wochen ging es bei den Schubidus richtig bunt zu. In den Schubidu-Stunden haben sich die Vorschulkinder intensiv mit dem Kinderbuch „Elmar“ von David McKee beschäftigt. Darin geht es um den Elefanten Elmar, der ganz anders aussieht als die anderen: Während alle Elefanten grau sind, ist Elmar kunterbunt kariert. Die Geschichte zeigt auf eine schöne und kindgerechte Weise, dass es etwas Besonderes ist, anders zu sein – und dass genau das uns einzigartig macht. Passend zu diesem Thema wurden die Kinder selbst kreativ. Jedes Kind hat ein eigenes, kunterbuntes Kuscheltier genäht. Mit viel Geduld, Fantasie und natürlich Spaß entstanden so viele ganz unterschiedliche, farbenfrohe Kuscheltiere. Zum Abschluss des Projekts wurde dann eine fröhliche Elmar-Party gefeiert. Dort konnten die Kinder ihre selbstgemachten Kuscheltiere stolz präsentieren. Gemeinsam wurden Spiele gespielt und geturnt. Zudem wurde ein Gemeinschaftswerk gestaltet, ein riesiger Elmar. Natürlich durfte auch das passende Essen nicht fehlen: Viele bunte Leckereien sorgten für gute Laune und volle Bäuche. Die Schubidus der drei Kindergartengruppen kamen zusammen, haben miteinander gelacht, gespielt und kreativ gearbeitet. So wurde nicht nur Elmar gefeiert, sondern auch die Gemeinschaft der Kinder die gemeinsam im Sommer die Schule besuchen werden.

In der Zeit vom 09. bis zum 20. März 2026 drehte sich in der Kita St. Hildegard alles um das Thema Feuerwehr. Zwei Wochen lang tauchten die Kinder spielerisch in die Welt der Feuerwehr ein und lernten dabei eine Menge über Ausrüstung, Einsätze und wichtige Regeln im Notfall. Ein besonderes Highlight gab es gleich zu Beginn des Projekts: Die Kinder durften die örtliche Feuerwehr besuchen. Dort konnten sie sich die verschiedenen Feuerwehrautos ganz genau anschauen, viele Fragen stellen und sogar selbst einmal ausprobieren, wie es ist, mit einem Feuerwehrschlauch Wasser zu spritzen. Auch in der Kita selbst hat sich in dieser Zeit einiges verändert. Der gesamte Kindergarten ist passend zum Thema dekoriert und teilweise umgebaut worden. Im Bewegungsraum wartete eine Bewegungslandschaft auf die Kinder, in der sie sich austoben konnten. Der Sonnenraum wurde zu einer kleinen „Einsatzzentrale“ umgestaltet, in der die Kinder im Rollenspiel selbst zu Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern werden konnten. Während des Projekts spielten die Kinder außerdem gruppenübergreifender miteinander. Auf den Fluren wurde gemeinsam Feuerwehr-Memory gespielt oder gepuzzelt, in den Funktionsräumen gestalteten die Kinder ihre eigenen Feuerwehrautos. In Morgen- und Stuhlkreisen beschäftigten sie sich mit vielen spannenden Themen rund um die Feuerwehr – zum Beispiel mit der Ausrüstung, möglichen Gefahrenquellen im Alltag und den vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr. Ein weiteres Highlight stand noch bevor: Einige Feuerwehrleute kamen zu Besuch in die Kita, um sich vor den Kindern ihre Einsatzkleidung anziehen. So konnten die Kinder genau sehen, was bei einem Einsatz passiert – und mögliche Ängste vor den ungewohnten Anzügen und Masken verlieren. Zum Abschluss des Projekts war außerdem ein kleiner „Probealarm“ geplant, bei dem die Kinder lernen, wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten. Das Feuerwehrprojekt sorgte für große Begeisterung bei den Kindern und vermittelte ganz nebenbei viele wichtige Dinge rund um Sicherheit, Hilfeleistung und Teamarbeit. Ein großes Dankeschön an die Freiwillige Feuerwehr Merzen, die uns mit Ihrem Wissen und ihrer Zeit unterstützt haben und das Projekt für die Kinder richtig lebensnah gemacht haben.

